
Wie schafft es eine Couchkartoffel wie ich, das sonst nicht sonderlich geliebte Jahresendfest Sylvester in etwas Erfreuliches zu verwandeln? Trés facile: man bucht bequem über das Internet eine Busreise mit einer Übernachtung und zwei Tagen im Zielort und geniesst so an einem Wochenende das Gefühl der Ferne, des Urlaubs und des Müßiggangs.
So habe ich gedacht und meinem chouchou und mir zwei Tage Paris zu Weihnachten geschenkt.
Und da ich bereits mit MANGO-Tours als Reiseveranstalter Erfahrung gemacht habe die mir nicht als allzu schlecht in Erinnerung geblieben sind, buchte ich auch diesmal dort, das Paris Paket mit einer Übernachtung in der gehobenen Hotelkategorie, inklusive Abholung in Düsseldorf für etwas über 320 Euro oder so.
Ja, es sollte um 23:15 am Freitag Abend losgehen, Ankunft so um 8 oder 9 in Paris, der ganze Samstag somit in der Stadt der alten Träume und dann eine feine Nacht mit delikatem Frühstück (bei der gehobenen Kategorie geht das Nahrungsangebot deutlich über das sonst nur den Franzosen genügende Stückchen Baguette mit Konfitüre hinaus), den ganzen Sonntag in der Stadt dazu, das Erleben des Jahreswechsels in der Metropole der Liebe und überteuerten Mieten und dann die Rückfahrt gegen 3 Uhr mit Ankunft im heimischen Düsseldorf so um 10 oder 11 Uhr.
So der Plan. An den wir, also die Mango-Tours Gäste sich hielten. Nur kam der Bus nicht. Und das Warten in der eiskalten Nacht am scheusslichen Worringer Platz, dem Busbahnhof des Düsseldorfer Hauptbahnhofs zog sich windig-kalt in die Länge. Ich möchte das Elend nicht in voller Länge schildern, aber das über dreistündige Warten, ohne Versuche seitens dieser Mango-Deppen, uns zu informieren war sehr ärgerlich und ungemütlich. Wäre es nicht um so viel bereits gezahltes Geld gegangen, wäre ich schon nach einer Stunde mit meinem chouchou zurück in den treu wartenden Smart gestiegen und hätte Sylvester auch gerne mit ein paar guten Filmen, den Resten von Kirstens Lakritzwodka und dem Tischgrill gefeiert. Oder bei Kirsten. Wären wir einfach bei ihr aufgetaucht, das wäre auf JEDEN FALL lustig UND warm gewesen.
Aber wir haben gewartet. Und saßen dann irgendwann doch im Bus. Ohne Getränkeservice, mit defekter Toilette und einem sehr nervigen Reiseleiter der immer wieder beteuerte, dass unsere Laune schon bald besser werden würde, schliesslich seien wir bald in Paris, und das wäre ja jeden Ärger wert. Tolle Wurst, echt, hab ich gedacht. Hätte mich das Warten nicht so ermüdet, hätte ich...hätte ich...ach, nichts vermutlich. Was denn auch. Aber gewollt hätte ich.
Naja, der Stop in Köln wurde ausgelassen und die zwei Unglücksraben die dort gewartet haben mussten den Zug nach Düsseldorf nehmen und dort die restliche Zeit in der Dönerbude verbringen, der ich nicht genug danken kann, für die Bereitschaft, uns allen und unseren Koffern Obdach zu bieten und nett zu sein. Also, sollte man mal am Hauptbahnhof Hunger auf türkisches verspüren, nicht nur auf Döner, auch auf andere orientalische Speisen, so kann ich dieses schlichte aber überzeugende Restaurant gegenüber vom Wartehäuschen am Worringer Platz nur empfehlen.
Die Frühstückspause an der schrecklichen und deprimierenden Raststelle zwischen Belgien und Frankreich wurde auf eine halbe Stunde reduziert (super wenn ca. 56 Frauen und Mädchen eine der vier vorhandenen Toiletten besuchen wollen) und der Bus erreichte pünktlich das schlafende und von Menschen noch kaum belebte Paris. Das freute unseren Reiseleiter, der die Gelegenheit ausgiebig nutze, um zu betonen was für ein toller Kerl er doch sei, dass er doch tatsächlich das Meisterstück vollbracht hatte, uns nach einer so großen Verzögerung doch noch pünktlich nach Paris zu bringen. Super. So konnte er uns pünktlich 13 Euro pro Person für seine Stadtrundfahrt abknöpfen, ein freundlicher und geschickter Zwang, denn die Alternative wäre gewesen, am Montmartre auszusteigen, und im Regen schnell den Weg zum entfernt gelegenen Abholort zu finden und eineinhalb Stunden auszuharren bis man dann endlich ins Hotel gebracht wurde.
Ich habe wirklich alles versucht um als Entschädigung für diesen verhunzten Reisebeginn die Erlassung der Stadtrundfahrtkosten heraus zu handeln, aber der Reiseleiter erklärte glaubhaft, dass er gar nichts zu entscheiden hätte und nur ein armes kleines Licht wäre.
Nun ja, schreib ich halt dem Geschäftsführer eine Mail. Jeden Morgen. Mist.
Die Stadtrundfahrt an sich war wie vom Reiseleiter zu erwarten: äusserst schlicht und schlicht weg kacke. Oberflächliche Informationen, vermutlich aus diversen Internet-Seiten oder Schülerreferaten zusammengeflickt.
Nach einer Stunde in etwa wurden wir dann in die Freiheit entlassen, da ich nicht die leiseste Absicht pflegte, an weiteren Programmpunkten teilzunehmen und mein chouchou und ich nun zwei Tage für uns hatten.
Das Hotel war super, vielleicht nicht so hübsch gelegen, aber doch sehr ordentlich, mit einem großen Zimmer, in dem sowohl das schöne Bad als auch das separate WC mit Parkett gepflastert waren und eine Couch vor dem Fernseher das Gefühl von Heimeligkeit vermittelte.
Aber nach einem Kontrollzappen durch die Fernsehkanäle (super, ausgerechnet Sat 1 als einziger deutschsprachiger Sender, elendig) sind wir dann auch wieder los, frischen Mutes, mit dem Stadtplan unter dem Arm, den Kameras in den Taschen (BILDER AUF FLICKR!!!) und Lust auf Café au lait.
chouchou und ich sind dann mit der Metro zur Station Blanche gefahren (ich erinnere mich so genau weil wir insgesamt nur dreimal mit der Metro gefahren und sonst den Rest immer gelaufen sind, das sind wir ja gewöhnt, mein chouchou und ich), am Fuß des Butte Montmartre, dem höchsten Berg von Paris, auf dem die wunderschöne alte Sacrè-Coeur ihren Platz hat.
Wir sind dann die Rue Lepic hinauf gegangen auf der sich das Café Deux Moulins befindet, in dem im Film die fabelhafte Amelié gekellnert ich. Ich war bereits einmal dort und wollte es meinem chouchou zeige. Und so haben wir dort Kaffee und Tee getrunken und ich bin auf die fiese Toilette gegangen wo zumindest die Tür der aus dem Film entsprach.
Witziger Weise sind wir durch Zufall anschliessend vor dem Gemüsehändler aus dem Film gelandet nachdem wir unsere Köpfchen zermartert haben, wie er denn wohl heisst, denn er reimte sich ja auf "Champignon". Es war natürlich COLIGNON und ich habe einen kanadischen Apfel dort gekauft, allerdings nicht bei einem Franzosen sondern bei einem Araber, denen vermutlich inzwischen alle Epicèrien in Paris gehören. Was meiner Überlegung nach damit zusammen hängen könnte, dass die Franzosen vielleicht eine ähnliche Arbeitsauffassung haben wie wir Deutschen und nur die Araber und Orientalen es schaffen, ihren Laden mithilfe der ganzen Familie 24 Stunden am Tag 365 Tage im Jahr offen zu halten. Vielleicht sollte ich dazu mal eine Nachforschung im Auftrag meiner neuen Firma 24+7 (www.twentyfour-7.de) anstellen, ich denke, wir müssen uns zwingend zusammenreissen und Nachwuchs heran züchten der nur mit Nahrung und unserer Liebe versorgt die Stellung vor den Telefonen hält wenn wir mal schlafen müssen. Oder spazieren. Oder LEBEN.
Argh: ich schweife ab, aber das ist weil es halb sechs ist und ich mich auf den Feierabend freue, auf das Zuhause von meinem chouchou und mir und die Katze und und und.. zurück zu Paris:
Nach dem Besuch bei Colignon sind wie einfach weiter durch Paris spaziert, weiter und weiter, bis wir im Viertel vom Forum Les Halles waren, Beaubourg heisst das glaub ich. Und da hatte ich plötzlich ganz enorm Lust, einen Cocktail zu trinken, aber Sparfuchs wie ich bin, natürlich nur, sollte sich irgendwo eine Happy Hour abspielen. Und kaum war es gedacht, standen wir auch schon vor einem edlem Designlokal dass sich als thailändisch anpries, was aber nur das Essen, nicht aber die Deko betraf.
Ja, wir bestellten Cocktails für 5 Euro und ich glaube, nie wurde ein ekligeres Gesöff unter diesem Namen angeboten. Da stimmte nichts. Es war bitter und fad zugleich, nur der Alkohol war identifizierbar und selbst die Farben waren traurig. Naja, angeschwipst wurde man und es gab thailändischen Knabberspaß dazu.
In wolkiger Stimmung sind wir dann anschliessend in das gegenüberliegende Forum les Halles eingetreten, einem riiiiesigen Einkaufstempel UNTER Paris,mit mehren Etagen und unübersichtlichem Gedränge. Und dort unten befindet sich einer der für mich reizvollste Laden in Paris: ein gigantisches FNAC! FNAC sind Medenläden die man auch in Belgien findet: Bücher, Filme, Musik und alles mit super Service, sehr sehr nett, sehr sehr koompetent und sehr preiswert. Und dort habe ich in windeseile (mir kam es so vor, für meinen chouchou war es über eine Stunde) 7 fabelhafte Taschenbücher gefunden, von dem ich eines ganz besonders empfehlen kann, ein wirklich GRANDIOSES Buch, ich habe es innerhalb von zwei Tagen verschlungen, der Titel auf Deutsch heisst: "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone", von Mark Haddon. GRANDIOS, aber das hab ich glaub ich schon erwähnt.
Nach dem FNAC sind wir noch weiter durch die Straßen geschlendert, haben Fotos von all den feinen Lichtern gemacht und haben irgendwann eine wunderbare Pizzeria gefunden mit einer tadellosen vegetarischen Pizza: mit gebratenen Auberginen Zucchini, Paprika und Spinat drauf. Dann noch die Pizza von meinen chouchou, eine große Flasche Evian und das alles für 22 Euro. Es geht also auch in Paris.
Wir haben dann noch einen Abstecher zum Bahnhof St Lazare gemacht weil ich den noch nie von Innen gesehen hab, haben in einem Supermarkt rosa Limo und Äpfel gekauft und sind irgendwann um halb Neun am Hotel angekommen, was sich früh anhört und langweilig für Leute die in Paris nicht schlafen sondern nur feiern, feiern, feiern würden, aber nichts ist so schön, als möglichst viel von einem gemütlichen Bett und wohliger Wärme ohne langsam drückenden Schuhen an den Füßen zu haben.
Darüber hinaus war es unerlässlich, am nächsten Morgen zeitig aufzustehen, nämlich um 7 Uhr, weil wir ja noch frühstücken wollten und der Bus vorhatte, uns PÜNKTLICH (es klingt ja immer noch wie Hohn wenn ich daran denke!) um 9 Uhr abzuholen, bzw. unser Gepäck einzuladen und mit den gewillten Gästen mit überzähligem Kleingeld nach Versailles aufzubrechen.
Das Frühstück war dann auch nicht sehr französisch sondern reichhaltig und abwechslungsreich und der Kaffee zum Glück nicht so bitter.
Wir sind dann erst einmal gewandert, durch die Strassen von Paris, die am Morgen noch etwas schmutzig sind, bevor die Stadtwerke die Hydranten öffnen um so den Müll über die Rinnsteine irgendwohin abspülen zu lassen.
Wir sind zum Louvre gefahren und haben uns im Garten der Tuillerien ein wenig getummelt und ich hab meinem chouchou die Sprachschule auf der teuren und edlen Rue Saint Honoré gezeigt in der ich mal zwei Wochen vernracht habe (dabei hab ich mehr Geld ausgegeben als wie für drei gradiose Rundreisewochen mit allem drin in Thailand..), die aber leider geschlossen war.
Aber so sind wir über den glitzernden Place Vendôme geschlendert, durch dekadente Gassen dem etwas gediegeneren Viertel von Beaubourg entgegen. Dort ist mein chouchou mir zuliebe mit zu Starbucks gegangen und hat nicht gejammert und das fand ich schön denn ich weiß nicht ob ich es bereits erwähnt habe, aber ich habe Starbuchs sehr sehr gerne. Weil dort alle freundlich sind, man stundenlang auch ohne was zu bestellen sitzen kann, in extremst bequemen Sesseln, weil der Tee und der Kaffee in anderen Cafés inzwischen genauso teuer (man gibt ja auch Trinkgeld!) aber teilweise NOCH besser ist. Zum Dank bekam chouchou einen großen Muffin mit serotinerzeugenden Schokostückchen drin.
Ja, und dann sind wir über den Platz nebenan geschlendert, direkt auf das imposante und umstrittene Centre George Pompidou zu, dem Museum für moderne Kunst.
Dort haben wir uns die Hergé Ausstellung angesehen, dem Zeichner von Tim und Struppi. Ganz toll. Auch, weil man mich mit meinen inzwischen 27 Jahren für unter 18 geschätzt hat und so nur 8 Euro für den Eintritt wollte und nicht 10 wie bei meinem chouchou. 2 Euro über die ich mich nicht so dolle freuen konnte.
Die Ausstellung war jedenfalls ganz toll und auch das Museum finde ich aufregend, auch wenn mich moderne Kunst nicht so interessiert. Ich mag VanGogh, Gauguin, Monet, ein paar Impressionisten, Picasso und ein paar schwedische und deutsche Maler sehr gerne, aber die sind alle im Muséé Orsay.
Aber wir hatten Glück und im Erdgeschoss was noch eine gute Ausstelung über Comics, und das ist ja das tolle an Frankreich und auch an Belgien und vermutlich auch fast überall nur nicht im korkigen Deutschland, dass Comics, hier "Bandes Dessinéés", als Kunst aufgefasst werden, zurecht wenn man sich den Großteil einmal ansieht.
Langasam merkten wir auch wieder unsere Füße und so war es keine sooo gute Idee, meinem chouchou das Viertel von Belleville zu zeigen, wo die meisten Einwohner Chinesen, Koreaner, Thailänder oder dann etwas weiter unten die Strasse, Araber sind.
Es war zwar wie immer interessant, aber wir wollten sitzen und so landeten wir in einem bizarren kleinen Café, in dem wohl ganzjährig für alle jemals auftretenden Feste dekoriert: in Spinnweben war sowohl Lametta als auch Stroh (Erntedank??) eingewebt, darin Fledermäuse und Nikoläuse und ich bin mir sicher, auch irgendwo einen Osterhasen gesehen zu haben.
Wir sind dann erst mal Richtung Marais zurück, unser Endziel für Sylvester war ja Sacre-Coeur, und haben den Fehler begangen, noch einmal einen Cocktail zu trinken. Jeweils 7,50 Euro für ungeniessbare Getränke ohne viel Alkohol. Und darüber hinaus gha es nur ein einziges Klo und das hatte keine Klobrille und der Wasserhan funktionierte nicht und ich hab mich sehr darüber audgeregt weil ein ziemlich yuppiemäßiges Restaurant war. Also keine Cocktails mehr in Paris, nee, erst mal nicht.
Wir haben dann in einem Supermarkt für 2,40 Euro eine große Flasche Sekt gekauft und für 3,15 Euro 1,5 Liter Cidre in einer wiederverschliessbaren Plastikflasche. Stilvoll, ich weiß. Aber um das ganze etwas aufzupimpen hab ich ganz nett bei Starbucks (Ja, klar, wo sonst?) gefragt und zwei große Weihnachtsbecher mit Deckel bekommen. Da kam dann immer wieder Cidre rein, den wir beim Gehen geschlürft haben, bis die Flasche leer waren und wir noch müder. Wir saßen dann kurz vor einem Café auf einer Bank, denn Parkbänke könnte Paris ruhig noch ein paar mehr vertragen. Aber vielleicht ist das ja so mit den Barbesitzern und ihren exklusiven Aussenplätzen ausgefuchst worden.
Und dann habe ich den Fehler begangen, mich nicht für ein Restaurant entscheiden zu können, und so sind wir immer höher den Montmarte hoch und plötzlich waren da nur noch überteuerte Touristenfallen oder wirklich edle Gourmetetablissements für die wir unser Budget nicht ausreizen wollten. Also habe ich gedacht dass es auf der anderen Seite des Berges bestimmt etwas besser aussähe, aber da fing es an zu regnet und wir waren auf einmal beide cranky. Und so landeten wir in einem kleinen einfachen französischen Restaurant, was wirklich nett war und wo wir uns aufwärmten und trockneten und zu Abend aßen.
Und dann war es zehn und um die Zeit zu überbrücken tranken wir Pastis in einer Bar und ich mag Pastis, aber die Franzosen trinken ihn immer so stark aber trotzdem war es ganz toll denn hinter uns liefen im Fernseher alte Musikvideos aus den 80ern und das war lustig.
Irgendwann war es dann (endlich) kurz vor 12 und vor der Kirche auf dem Berg war es so voll und die Stimmung war so gut aber ich hatte nur Augen für den Ausblick über die riesige Stadt (eigentlich ist Paris winzig. Aber es ist so dicht besiedelt und bevölkert dass man schon ein enormes Zentrum hat. Die Stadtautobahn und so sind von der Fläche dem Berliner S-Bahn-Netz unterlegen aber es wird von so vielen Menschen frequentiert wie durch Peking wieseln!).
Und irgendwie hab ich ein imposantes Feuerwerks-Panorama erwartet und wurde zumindest davon bitter enttäuscht. Aber eigentlich ist es vielleicht auch nicht so schlimm, Wenn die halbe Bevölkerung ihr Geld nicht für so etwas flüchtiges ausgibt. Und einem nicht ständig fehlgeleitete Böller verfolgen und Zisselmänner im Haar hängen bleiben. Und Paris ist morgens schon schmutzig genug und ich hasse diese Feuerwerkspapier Reste in der Woche nach Neujahr, die sich in ihrem aufgeweichtem Zustand nicht mehr von Hundehaufen unterscheiden lassen und mich somit zu waghalsigen Lenkmanövern mit meinem Fahrrad zwingen.
Mein chouchou und ich haben angestossen und uns geküsst und ich habe etwas ganz ganz tolles und mir sehr sehr viel bedeutendes von ihm geschenkt bekommen, aber ich führ das jetzt nicht weiter aus weil ich gar nicht weiß ob er das lesen oder gelesen haben mag...
Ich fand es jedenfalls GRANDIOS und ich war so glücksbetrunken und hab darum auch unsere letzte Stunde in einem äusserlich harmlosen Café genossen, denn drinnen steppte der Bär und ausgelassene Franzosen mittleren Alters tanzen und schnippten mit den Fingern und alles war so schön und ich fand sogar das Warten in der Schlange vor der Mädchentoilette charmant.
Und auch das chaotische Abholungsmanöver von MANGO Tours dass ein paar Stunden mehr als angekündigt in Anspruch nahm, nahm mir nicht mein Glück, und auch das Unvermögen auf der Rückfahrt zu Schlafen.
Ich hab mich auch einfach wieder SO sehr auf unser Nest gefreut, unser Bett, die Katze und denn glitzernden Alltag im neuen Jahr.
chouchou, ich liebe dich und ich freu mich auf noch ganz viele Sylvester!
und das Bild oben das du von mir gemalt hast ist wunderschön.
NACHTRAG:
Oha. Chapeau. Wär hätte das gedacht? Gestern, am 18. Januar 2007, lag ein feiner kleiner Brief in unserem Postfach.
Von MANGO-Tours.
Ihr seit keine Cretins und ich entschuldige mich dafür. Und ich bedanke mich für den netten Brief in dem auf jede meiner Beschwerden detailliert eingegangen wurde. Und dem nicht nur ein Verrechnungs-Scheck über 26 Euro (das von mir geforderte Geld für die Stadtrundfahrt) beilag, sondern zusätzlich noch zwei 10 Euro Gutscheine für meinen chouchou und mich.
Und ich werde diese einlösen (London, chouchou?), und nicht nur weil ich grundsätzlich kaum einem Gutschein widerstehen kann. Sondern weil ich MANGO Tours noch mindestens zweimal eine Chance geben möchte.
:o)