Herrje, Anne der Glückspilz. Irgendwas stimmt nicht. Ich habe Angst vor unfreiwilliger Selbstmutulation. Oder was auch immer. Einer Pechsträhne. Verhunztem Karma.
Es fing mit der Wärmelampe gegen meine verstopften Nasennebenhöhlen an, die meine Nasenspitze verbrannte weil ich sie mit geschlossenen Augen dem wohligen Warm entgegen streckte, dann der Radunfall (ich war zu schnell und schaffte es nicht mehr, vor dem unglücksseeligen Pechvogel der mit seinem Rad meinen Weg kreutze, zu halten) der mein Gesicht verfärbte und meine linke Schläfe verbeulte.
Und dann hau ich mir gestern erst die Schranktür so doll vor die rechte Gesichtshälfte, dass die heute noch weh tut und verbrenn mir dann richtig das Kinn weil ich wohl irgendwie beim brandeins lesen eben jenes Kinn in die Tasse mit dem schmerzhaft heissem Tee eingetunkt hab, die so wohlig duftend unter meinem Gesicht dampfte. Da fehlt heute ein kleiner Streifen Haut. Oder diese hat sich in fast transparentes Pergament mit Rotschimmer verwandelt, wie man es nimmt. eklig.
Und dann gehen heute morgen auf dem Weg zur Arbeit die elendigen Akkus der Vorderlampe meines Rades leer, auf der Tußmannstrasse, und ein paar Meter weiter vorm Freudenhaus auf der Rethelstrasse, nur ein paar weitere Meter von meinem Zielort entfernt, steht dann ein netter Polizist. Leider war ich so aufgeregt um seinen Namen sofort wieder zu vergessen, ich hätte ihn sonst gerne hier gegrüßt, denn er war ein ganz tadelloser Polizist, so ein Bilderbuch Schutzmann der Autorität ausstrahlt aber dennoch so eine beschützende Güte hat. Ach, hätte er nur nicht in so einer albernen Motoradkluft gesteckt... Was dann? Na nichts natürlich, er wäre nur noch respektvoller rübergekommen, so Weihnachtsmann-zu-Kinderzeiten-ähnlich.
Ich hab dann innerhalb von nur zehn Minuten meine Akkus getauscht (5 Stück!!!), dabei versehentlich den Inhalt meines Riesenrucksackes auf die Strasse gekippt, mich nebenbei mit ihm über Narbenschaltungen unterhalten und brauchte, als die doofe Funzel dann leuchtete, keine zehn Euro zu bezahlen.
Mein Vorsatz für das neue Jahr übrigends: sich immer zu freuen wenn ich Geld gespart hab. Ist ein feines Gefühl, ich hab heute schon zehn Euro gespart!!
Und ich werde am 3.Januar diesen Dynamo an den Cruiser dranoperieren lassen, koste es was es wolle. Trotz des Rates vom netten Polizisten von Nebenan, mir doch besser gleich was Gescheites zu kaufen, ein ordentliches Rad. Das Ding wäre ja....unhandlich. Am liebsten hätte ich aufgrund dieser Anmaßung eine Amtbeleidigung getätigt denn dieses Rad strahlt aus jeder Ecke und Speiche Liebe aus, aber was wissen Beamte in Grün schon von der Liebe zu Fahrrädern?
In Octopussys Garten wachsen nicht nur Butterblumen und Löwenzahn sondern auch Zimtschnecken und Zuckerfrösche, Honigschweine und Minzekatzen. Wenn man genau hinsieht.
Freitag, 29. Dezember 2006
Montag, 4. Dezember 2006
Hamburg meine Perle...

Och, war DAS schön, was ist Hamburg eine famose Stadt! Und auch wenn ich gerne noch gaaaaaaanz lange in Düsseldorf leben bleibe und mich wohl auch nie satt sehen werde an der wunderschönen Skyline bei Nacht, den gemütlichen Vierteln, dem vielem Grün und den schönen Stränden des Rheins, Hamburg wäre noch vor Berlin meine Wahl DER deutschen Großstadt.
Wunderbar.
Mein chouchou, der dieses Wochenende zum Geburtstag bekommen hat, und ich sind schon Freitag Morgen mit dem Zug losgefahren und haben bitterlich am Düsseldorfer Bahnsteig gefroren. Das war SO kalt. Doch kaum waren wir unterwegs, kam die Sonne raus und schon beim Umsteigen in Dortmund konnte der Schal im Koffer verschwinden.
Wir waren dann schon sehr früh da, am Hotel, dem Europäischen Hof direkt hinter dem Hauptbahnhof, zu früh um unser Zimmer zu beziehen aber nicht zu früh um in der freundlichen Atmosphäre des Vier Sterne Hotels einzuchecken, unsere Tickets für den öffentlichen Nahverkehr und unsere Bootsrundfahrt entgegenzunehmen und unser Gepäck sicher bei Concierge zu verstauen.
Die ersten Schritte gingen in Richtung St.Georg wo uns nach einer halben Stunde Hamburg Götz Alsman entgegenkam. Leider war ich viel zu geschockt um ihm zu sagen wie toll ich ihn fände. Naja, vielleicht trifft man sich ja noch einmal.
Wir waren in einem wundervollen Künstler-Haus, der Koppel 66 und haben uns eine Freikarte für die Messe Hamburg abgeholt, wo wir mit einer Freundin von mir verabredet waren. Sie ist Kinderbuchillustratorin und hat auf der Messe einige ihrer wunderbaren Bilder ausgestellt.
Jedenfalls war unser erster Rastplatz das Café Urlaub und es war genau richtig: supernette Kellner und superschön zurecht gemachter Milchcafé.
Anschliessend sind wir dann Richtung Innenstadt gelaufen, bis zum Jungfernstieg und haben schon gemerkt, dass Hamburg tatsächlich eine Perle ist, viele feine Backsteinhäuser, kaum Müll dafür lustige Abfalleimer mit Humor, RICHTIG nette Leute, seien es Obdachlosenzeitungsverkäufer, Kellner oder Passanten und: tolles Wetter.
Ja, wir haben direkt angefangen meine Digitalkameras zu beschäftigen und sind dann so um drei im Hotel eingetroffen um uns unsere Zimmer anzusehen.
Und von da ging es dann auf zur Messe, der "Du und deine Welt" wo mein chouchou und ich in der Lebensmittelhalle ganz viel probiert und uns gefreut haben, dass uns ein netter Pförtner BEIDE durch den Hintereingang reingelassen hat, obwohl wir ja nur eine Karte hatten.
Wir haben Miriam getroffen und richtig nett geplaudert obwohl unsere Köpfe langsam müde wurden, denn wir sind weder lange Zugfahrten, noch so viele Eindrücke kombiniert mit laaaaaaaangen Fussmärschen gewöhnt.
Jedenfalls haben wir später, in einem wahrhaft netten Restaurant namens Noodels am Schulterblatt bei toller Pizza beschlossen, Miriams Einladung auf einen später Kaffee bei ihr auszuschlagen und uns langsam wieder Richtung Hotelbett aufzumachen.
Vorher sind wir haben noch zum DOM gegangen, einer imposanten Kirmes, damit ich 10 Euro in mein einziges KIrmesvergnügen stecken kann: die GREIFAUTOMATEN! ohhhh, ich wollte so gerne Gary die Schnecke oder Spongebob haben, oder einen lustigen langen Dackel, aber das einzige was mir für meine 10 Euro vergönnt war, ist ein kleiner Patrick Seestern. Tolle Wurst. Aber hätte ich noch weitere 10 Euro gehabt, ich bin sicher dass auch diese in den grausamen Automaten verschwunden wären.
Später haben wir dann noch in St.Georg nicht weit entfernt vom Hotel in einer feinen kleinen Cocktailbar namens Cube Mojitos getrunken und festgestellt, dass mein chouchou auch mein homosexuellen Publikum gut ankommt.
Und dann haben wir uns aber auch ganz enorm auf unser weiches Hotelbett gefreut, und ich glaube, wir sind selten so schnell eingeschlafen. Wir mussten nicht einmal MTV anmachen.
Am nächsten Morgen erwartete uns dann ein königliches Frühstücksbüffett, von dem ich nur schreiben brauch, dass es so ziemlich alles gab was man sich wünschen kann. frisches Brot und Brötchen, frisch gebratenes, Wurst und Fisch und käse und ein Müslibüffet mit Joghurts und Früchten und und und. Und sogar eine Teetheke, mit losen Tees und edlen gebeutelten, für jeden Gast kleine Teekännchen und eine Safttheke mit Graninisäften und Sekt und und und.
Nach dem Frühstück sind wir dann vom Hotel aus erst mal zu SATURN gelaufen, denn DAS ist wahrhaft imposant: eine RIESENkaufhaus nur für Saturn. Ich hab Schnickschnack für den DS Lite gekauft und eine kleine süße Tasche für mein neues Handy und dann sind wir zum Hafen geschlendert. Und auch dort haben wir viele viele Bilder gemacht, von den neuen Gebäuden die den Anfang der Hamburg Hafencity markieren und von Möwen und Schiffen und von uns weil wir so glücklich waren.
Bis zu den Landungsbrücken sind wir marschiert und dann dort den Berg hoch zu St.Pauli, damit sich mein chouchou die Reeperbahn auch einmal bei Tag anschauen kann. Und dann sind wir ins Schanzenviertel und haben in einem richtig nett wohnzimmerlich eingerichteten Café Latte Machiatto und Tee getrunken. Und uns über die Freundlichkeit der Hamburger gefreut.
Über viele Umwege und ein paar feine Geschäfte ging es dann zurück zum Hotel.
Da haben wir so eine Stunde Fernsehen geschaut, ohne Schuhe und Strümpfe an und sind dann um fünf auch wieder los, haben ruhig und nett in einem Café was getrunken und haben uns dann mit der s-Bahn auf zu einem Freund gemacht.
Und da fing dann ein wahrhaft toller Abend an, mit ganz vielen Freunden, Pizza, Getränken (ich werde jetzt bald Lakritzbonbon Wodka herstellen!) und lustiger Stimmung.
Und um 12 Uhr dann mit drei Taxen auf zum Hans Albers Platz, wo der Bär steppte und gestresst aussehende Bordsteinschwälbchen an ihren Zigaretten zogen.
Zwei Stunden rumgehüpfe zu bester Feiermusik mit Fritzcola und Bier in einem Laden namens Frieda B. und mein chouchou und ich merkten unsere Beine. Und waren dann ganz froh, nach einem Abstecher zu DER Essotankstelle auf dem Kiez in der U-Bahn Richtung Hotel zu sitzen. Die fuhr zwar nur bis zur Mönckebergstrasse aber eine halbe Stunde Fussweg sind eine Kleinigkeit für uns, egal in welchem Zustand.
Der Sonntag begann mit einem weiteren grandiosen Frühstück und dann unserer Hafenrundfahrt. Und diese war GRANDIOS. Nachdem am Samstag von den schrecklichen Scherzen und Witzen des Kapitäns geklagt wurde, waren wir auf das Schlimmste vorbereitet, aber vermutlich muss man nur eine Barkasse nehmen denn unsere einstündige Fahrt war ausserordentlich interessant und kurzweilig. Wir bekamen die gerade gebaute neue Yacht von Roman Abramowitsch mit integriertem UBoot zu Gesicht und die Imensität der neuen Hafencity.
Nach der Bootsfahrt haben wir uns noch den alten Elbtunnel angesehen und sind dann zum Michel gelaufen, mit einem feinen Stop in einem portugisischem Café. Auf dem Michel haben wir dann noch letzte Abschiedsfotos von Hamburg gemacht, die natürlich alle schon bei FLICKR zu sehen sind.
www.flickr.com/photos/octopussysgarten
Hamburg war toll und ich hab auch nur knapp und kurz erzählt was wir so gemacht haben aber um das zu beschreiben was wir erlebt haben, und vor allem wie, fehlen mir gerade Zeit und Worte. Wir werden Hamburg jedenfalls noch öfters besuchen!
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