Dienstag, 3. Juni 2008

Bekommst du Zitronen, mach Limonade daraus!!


Da sieht man mal wieder, dass Ausflüge, bei denen alles was schön geplant war schief läuft wunderbare Heiterkeit auslösen können.
Dass man sich vermurksten Planungen mit einem Lachen ergeben muss um sich nicht tiefer in das Elend hineinzumanövrieren.
Dass es tausend mal mehr Lebensfreude und Energie gibt, an Stelle eines Flunsches eine wohlwollende Grimasse zu ziehen.
Dass man tatsächlich aus beschissenen Ausgangslagen goldige Momente zaubern kann und dass das Sprichwort, aus Zitronen Limonade zu machen ein unschlagbares ist.

Und so konnte auch meine Verzweiflung über meinen so schön geplanten und harmonisch-ruhig ausgemalten aber dann ganz anders kommenden Ausflug mit meiner auf die 95 zumarschierenden (rollatorgestützt) Oma dem heiteren Gemüt meines Bruders und meines chouchous nicht stand halten.

Denn selbst wenn die Oma ausgerechnet heute einen denkbar schlechten Tag hat, alles zu laut und zu hektisch ist, man nach einer Odyssee in der Ausflugsdestination ankommt um mit Entsetzen festzustellen, dass ausgerechnet heute der idyllische Ort von einem lauten, bratwurstigen Stadtfest mit unattraktiven Schlagerinterpreten zur ballermannesken Ruhestörung degradiert wurde und dann zum Überfluss das von den Eltern gelobte Eiscafé mit Pralinen-Becher das falsche ist und man in einer düstere Kaschemme mit kettenrauchenden, eklig-bieder-unfreundlichen Knollen-Nasen sitzt, dann MUSS man lachen.

Entweder über das eigene Pech oder über die Ehre, so etwas live und nicht durch die Mattscheibe auf RTL2 beiwohnen zu dürfen.

Und auch Oma hatte Spaß als wir endlich den Ausflug offiziell als beendet erklärten und ihr auf dem Heimweg im Sattmacher-Grill (trefflicher Name für ein nahrhaftes, fettiges Etablissement) eine famose Schale Pommes kauften, die sie (auf meinen ausdrücklichen Wunsch, Mama ich weiß dass du das niemals erlaubt hättest..) auf der Heimfahrt im Auto essen durfte.