
Oh, war das ein wunderwunderschöner Sonntagsausflug!
Morgens um halb zehn wurden chouchou und ich von Matthias und dem kleinen Jonas abgeholt um gemeinsam einen Tag im Zoo zu verbringen.
Geschniegelt und gestriegelt, wetterfest angezogen und mit Keksen und Getränken im Gepäck ging es los und schon die Autofahrt zur ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen war sehr lustig, ich mit dem supersüßen und angenehmen kleinen Jonas auf der Rückbank der mir bereitwillig seinen Eisbären Lars zum Spielen überliess.
Im Zoo selber war dann zum Glück nicht so richtig viel los, zumindest stelle ich mir vor, dass an durchweg sonnigen und warmen Tagen mehr Besucher durch die wunderschön und liebevoll angelegten Parkanlagen schlendern.
Der Park besteht aus zwei großen Parks, die nach dem IKEA Prinzip wunderbar in Ruhe zu erlaufen sind ohne in die Gefahr zu kommen, etwas zu verpassen.
Wir entschieden uns, mit ALASKA anzufangen und später durch AFRIKA zu gehen und waren schon nach den ersten Metern begeistert:
Die Tiere haben wunderbar weitläufige Gehege, die so geschickt und natürlich gestaltet sind, dass der Besucher sie fast ungestört beobachten kann, über Gräben hinweg und manchmal durch Glas. Der Park selbst ist eine aneinander Fügung von thematisch zueinander passenden Lebensräumen und man mäandert so über gemütliche Wege durch zwischen viel viel Grün und schön gestaltete Anlagen hindurch.
Vereinzelnd tauchen dann der Umgebung angepasste Häuser auf in denen sich die sanitären Anlagen und ein paar Möglichkeiten zur Nahrungsbeschaffung befinden. Alles sehr dezent und nicht Rummelplatz-mäßig.
Alle Stationen aufzuzählen würde den Rahmen sprengen aber es war wirklich ALLES schön, die Tiere wirkten entspannt und die artgerechte Haltung beruhigte das schlechte Gewissen durch eine Art Riesengefängnis für Tiere zu flanieren.
Die Wege waren so nett und geschickt angelegt, dass man immer wieder staunte, wenn man plötzlich die Robben, die draussen entweder faul und zufrieden grinsend in der Sonne dösten oder nur ab und zu aus dem tiefen Wasser auftauchten um sogleich wieder darin zu verschwinden, auch von unten ansehen konnte, beobachten, wie sie anmutig und dann verspielt über den eigenen Kopf schwammen oder besser gesagt flutschten, den Schwimmbewegungen machten sie eigentlich nicht.
Oder die Bootsfahrt auf einem der charmanten Holzboote der Africa Queen (zum Glück mit einem Segel überspannt, denn zufälliger Weise regnete es nur dann, als wir so gut beschirmt durch die Savanne schipperten). Zuerst an der Affeninsel vorbei auf der aufgeregte Paviane herumturnen, miteinander spielen oder einen in aller Ruhe anstarren. Dann plötzlich Flamingos, ein Nilpferd das plötzlich, zumindest bis zu den Nasenlöchern, den Augen und den possierlichen Öhrchen, auftauchte und dann drei Nashörner die in ihrem betonfarbenen Hautpanzer total bizarr wirkten, wie Schlachtrösser. Vegetarische, gefährliche Schlachtrösser.
Zwischen all den großen Tieren dann immer wieder anmutige und elegante Gazellen und Antilopen, die in Herden standen oder lagen, aufgebrachte, umher rennende Strausse oder zwischen zwei jungen Giraffen bedächtig grasende Zebras.
Das alles war so schön, die lebhaften Tiere auf der einen Seite und dann so imposante Riesen die mit stoischer Ruhe frassen oder durch ihre Savannenlandschaft trotteten, dass man manchmal das Gefühl besaß, man wäre ein wenig unbeobachtet von den Tieren da man diese gar nicht zu stören schien.
Nur die Affen nahmen lebhaften Anteil an den Bewegungen und dem Gebaren der Besucher, imitierten sie oder zeigten verschiedene Stöckchen. Doch auch hier war der Großteil ehr mit sich selbst beschäftigt.
Schön war die Lemureninsel, auf der diese supersüßen Katzenähnlichen Kuschelaffen mit ihren gruselig weißen Augen frei herum hüpften und dabei die ganze Zeit Obst mampften. Oder Leute über die Schulter sprangen.
Ja, eigentlich war alles toll an dem Zoo, der den Namen Erlebniswelt wirklich verdient hat. Ein wunderschön angelegter Park, bzw. wunderbar nachempfundene Savannen und geographische Regionen.
Aber am allerschönsten war an dem Tag eigentlich, dass chouchou und ich ihn mit Matthias und dem kleinen Jonas verbracht haben, den ich SOFORT adoptieren würde.
;o)
Der Kleine har alles extra schön gemacht indem er den Spaziergang mit seinem Interesse für Steine und Baumstämme entschleunigte, immer mit seiner guten Laune ansteckte und einfach supersüß und aufmerksam für das war was um ihm herum passierte (obwohl er glaube ich auch in einem Zoo ohne Tiere also überall sehr interessiert und begeistert von seiner Umgebung gewesen wäre) und immer gerne Flugzeug spielte oder irgendwo rum kletterte.
Und dabei immer gut zuhörte, höflich war und trotzdem nicht schüchtern oder laut, zwei Sachen die mich an kleinen Kindern manchmal stören.
Als Abschluss gab es dann noch ein nettes Foto, dass im Park von einem Fotografen gemacht wurde. Der kleine Schlüsselanhänger war gratis und sehr schön gemacht, jedes Foto musste dann aber bezahlt werden, was, hätte man die ganze Mappe genommen mit einem großen Portrait dabei, mit 10 Euro ein durchaus fairer Preis für so ein nettes Foto gewesen wäre.
So, chouchou und ich hatten einen ganz famosen Tag, Dank Matthias und Jonas die uns hoffentlich auch in Zukunft auf ihre Exkursionen mitnehmen.